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Brief aus Brüssel - Mai 2025

Brief aus Brüssel - Mai 2025
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Ralf Seekatz MdEP Ralf Seekatz MdEP
Brief aus Brüssel
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Liebe Leserin, lieber Leser,

in der ersten Maiwoche hat die neue Bundesregierung mit Friedrich Merz als Bundeskanzler endlich ihre Arbeit aufgenommen. Die Regierung steht vor großen Herausforderungen, die sie zu lösen hat. Gerade bei den zwei zentralen Themen Wirtschaft und Migration erwarten die Bürgerinnen und Bürger zurecht, dass diese von der Regierung schnell und entschlossen angepackt werden. Deutschland muss raus aus der Wirtschaftskrise, wir haben schon seit drei Jahren kein wirkliches Wachstum mehr, das muss sich schnell ändern. Vor allem benötigt die Wirtschaft in diesen schwierigen Zeiten wieder mehr Planungssicherheit.

Die Migration bleibt eine riesige Herausforderung. Die irreguläre Migration muss weiter begrenzt und wenn möglich ganz verhindert werden. Wir dürfen die Städte und Gemeinden mit dieser Aufgabe nicht alleine lassen. Die Maßnahmen die der neue Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat ergreifen lassen sind deshalb richtig!

Allen voran muss jetzt der versprochene Politikwechsel kommen, um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zurückzugewinnen. Deutschland muss entschlossen sein, die Probleme unserer Zeit, auch in Bezug auf die Außen- und Sicherheitspolitik, zu lösen. Dafür braucht es eine geeinte Koalition nach innen und außen. Ich bin überzeugt, dass Friedrich Merz dies gelingen wird!

Auch Europa braucht frischen Wind und Stabilität aus Deutschland!

Diese Woche hat erneut gezeigt, dass wir umgehend und entschlossen handeln müssen. Die Europäische Kommission hat ihre Frühjahrsprognose vorgestellt. Sie geht im Jahr 2025 von einem realen BIP-Wachstum von 1,1 % in der EU und 0,9 % im Euro-Währungsgebiet aus. Die Zahlen sind ernüchternd aber die Lösungen liegen auf der Hand: Um aus diesem Konjunkturtief wieder herauszukommen muss die Europäische Union den Zollstreit mit den USA lösen, die Integration des Binnenmarktes vorantreiben, ambitionierte Strukturreformen umsetzten, Bürokratie abbauen und die europäische Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Gerade zu Zeiten der Ampel war es nicht selbstverständlich, dass Deutschland in Europa mit einer Stimme gesprochen und damit eine klare Richtung vorgegeben hat. Häufig wurde überhaupt nicht gesprochen. Das wird sich nun ändern!

Ein Herzensanliegen bleibt mir der Bürokratieabbau. Dieser hemmt Deutschland und Europa in allen Bereich. Die bürokratischen Auflagen und Berichtspflichten sind für kleine und mittelständische Unternehmen schier unmöglich zu bewältigen. Das hat die Kommission Ende Februar in einem ersten sogenannten Omnibus-Paket aufgegriffen. Dabei sollen gewisse Berichtspflichten im Bereich der Nachhaltigkeit vereinfacht werden, unter anderem in der Nachhaltigkeitsberichterstattungsrichtlinie (CSRD) sowie bei den Sorgfaltspflichten aus der Lieferkettenrichtlinie (CSDDD). Ich unterstütze das Vorgehen der Kommission, auch wenn das erst der Anfang sein kann und weitere Maßnahmen folgen müssen!

Persönlich freue ich mich sehr, dass mit Julia Klöckner und Patrick Schnieder gleich zwei aus Rheinland-Pfalz stammende Parteifreunde als neue Bundestagspräsidentin beziehungsweise als neuer Bundesminister für Verkehr Verantwortung für Deutschland übernehmen.

Liebe Julia, lieber Patrick, ich gratuliere euch ganz herzlich zur Vereidigung und wünsche euch in eurem neuen Amt viel Erfolg. Ein großartiges Zeichen, dass Rheinland-Pfalz in der neuen Regierung so stark vertreten ist.

Ihr Ralf Seekatz

Ralf Seekatz MdEP Ralf Seekatz MdEP
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Termine im Wahlkreis

125 Jahre Handwerkskammer Koblenz!
Ein sehr schöner Abend in der Rhein Mosel Halle!


Politische Weinprobe bei der CDU in Ahrweiler! Herzlichen Dank an Natalie Baum für die super Organisation! Besonders gefreut habe ich mich über die Teilnahme meines ehemaligen Kollegen Horst Gies. Wir hatten eine wirklich interessante Diskussion über fast alle Politikfelder mit gutem Wein von der Ahr!


Unternehmertag des Landesverbandes der Unternehmer Rheinland-Pfalz!


Unternehmensbesuch beim weltweit größten Produktionsstandort für Verpackungsstahl, ThyssenKrupp Rasselstein in Andernach. Wir haben viele europäische Gesetzesvorlagen besprochen, die intensiven Einfluss auf die Firma mit ihren 2400 Mitarbeitern haben. Vielen Dank für das angenehme und konstruktive Gespräch. Unsere Wettbewerbsfähigkeit werden wir nur erhalten, wenn wir unsere Regulatorik zurück bauen.


Spatenstich für unsere neue Rettungswache in Linz mit Landrat Achim Hallerbach! Auf dem Weg nach Brüssel versuche ich die ehrenamtlichen Termine mit zu erledigen, so auch in meiner Eigenschaft als Aufsichtsratschef der Rettungsdienst GmbH, Rhein – Lahn – Westerwald! Wir bauen jedes Jahr eine neue Rettungswache, jetzt ist Linz an der Reihe. Für 3,4 Millionen € entsteht hier eine moderne Wache in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus. Der Landkreis Neuwied trägt 75 % der Kosten. Daher ein herzliches Dankeschön an den Landkreis! Besonderer Dank gilt natürlich auch unserem Geschäftsführer Michael Schneider mit Team und den Architekturbüro Thomas Schäfer!

Ralf Seekatz MdEP Ralf Seekatz MdEP
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Arbeit in Brüssel

Das Europäische Parlament hat heute beschlossen die geltenden Vorschriften über die Liquiditätsanforderungen für bestimmte Finanztransaktionen im Rahmen des EU-Bankenaufsichtsrahmens beizubehalten.

Als Berichterstatter für meine Fraktion konnte ich diese wichtige Entscheidung für die europäischen Banken durchsetzen!

Das wird wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit des EU-Finanzsystems beitragen. Zudem wird diese Änderung für Rechtssicherheit bei EU-Staaten und EU-Banken und für einen liquiden und attraktiven Staatsanleihenmarkt in der EU sorgen.


Gutes Gespräch mit dem Vorstand der Bundesbank Burkhard Balz.

Wir brauchen einen digitalen Euro und Bargeld, das für die Resilienz besonders in Krisenzeiten von großer Bedeutung ist. Unsere Bürger sollen frei zwischen digitalem Euro und Bargeld als Zahlungsmitteln entscheiden dürfen. Europa muss beim Thema digitaler Euro handeln, wenn man international den Anschluss nicht verlieren will. Bargeld muss aber trotzdem als Zahlungsmittel erhalten bleiben!


Es ist ein wichtiger Schritt, dass die Europäische Kommission nun erkannt hat, dass die aktuellen CO2-Flottengrenzwerte die Automobilindustrie eher in eine Krise treiben, statt die grüne Mobilität zu fördern.

Flottengrenzwerte legen fest, wie viel CO2 die gesamte Fahrzeugflotte eines Herstellers durchschnittlich ausstoßen darf. Elektroautos könnten dabei den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren aus derselben Flotte ausgleichen, doch aktuell sind sie für Verbraucher noch nicht attraktiv genug.

Die strengen Vorgaben führen nicht zu einer höheren Nachfrage, sondern gefährden vielmehr die Wettbewerbsfähigkeit unserer Hersteller.

Die gute Nachricht: Der neue Vorschlag der Kommission sieht vor, die Grenzwerte flexibler zu gestalten und den Herstellern mehr Zeit zu geben. Sie haben nun drei Jahre Zeit, um die Ziele zu erreichen.

Dies ist ein wichtiger Erfolg, für den wir in der CDU intensiv gekämpft haben.

Aber wir dürfen uns nichts vormachen: Unsere Automobilindustrie und die Arbeitsplätze, die sie sichert, benötigen weiterhin unsere Unterstützung, um wieder an die Spitze zurückzukehren.

Wir brauchen einen umfassenden Aktionsplan, der unsere Autoindustrie stärkt und die grüne Transformation mit Überzeugung und nicht durch Zwang vorantreibt.


Der jahrelange Druck von CDU und EVP hat sich endlich ausgezahlt. Das Europaparlament hat den Schutzstatus des Wolfs im Rahmen der Habitat-Richtlinie angepasst - und zwar von „streng geschützt“ auf „geschützt“.

Diese Änderung ist ein wichtiger Durchbruch bei der Bekämpfung der stetig wachsenden Wolfspopulationen. Diese haben in den vergangenen zehn Jahren um 81 Prozent zugenommen.

Die jetzige Änderung wird die Ängste vieler Landwirte und ländlicher Gemeinden lindern und ein Gleichgewicht zwischen den Interessen der Bauern und dem Artenschutz sicherstellen.

Jetzt muss die Bundesregierung gemeinsam mit den Bundesländern die nationale Umsetzung vorantreiben, damit Weidetierhaltung gestärkt, der Artenschutz praktikabel gestaltet und die neuen Regelungen schnell in die Praxis überführt werden. Wir sind unseren Weidetierhaltern zu raschem Handeln verpflichtet.


Das Europäische Parlament hat mit überwältigender Mehrheit meinen Jahresbericht zur Bankenunion 2024, für den ich Berichterstatter war, angenommen.

Es ist ein starkes Signal, dass alle demokratischen Fraktionen für meinen Bericht gestimmt haben. Ein starker Bankensektor ist von entscheidender Bedeutung für das Wirtschaftswachstum und die Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen. Durch die großen Fortschritte bei den wichtigsten Rechtsvorschriften ist der Bankensektor widerstandsfähiger geworden. Jetzt richten wir den Fokus auf die Wettbewerbsfähigkeit, ohne dabei die Widerstandsfähigkeit unserer Banken aus den Augen zu verlieren.

Nur wenn unsere Bankensysteme auch international wettbewerbsfähig sind, steht mehr Kapital für die Finanzierung wichtiger europäischer Ziele, einschließlich des digitalen Übergangs, der strategischen Autonomie und der Verbesserung unserer Verteidigungsfähigkeiten zur Verfügung.

Ein weiterer wichtiger Punkt des Berichtes ist die ausreichende Berücksichtigung unserer nationalen Bankenstrukturen mit ihren vielen kleinen Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Unsere nationalen Institutssicherungssysteme sollten durch europäische Gesetzgebung ergänzt und gestärkt, aber nicht ersetzt werden.


Die Europäische Kommission hat ein Weißbuch zur europäischen Verteidigung und ein ehrgeiziges Verteidigungspaket vorgestellt, das den EU-Mitgliedstaaten finanzielle Mittel für Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit zur Verfügung stellt.

Die Europäische Union steht vor der größten sicherheitspolitischen Herausforderung seit ihrer Gründung. Der brutale Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine führt uns tagtäglich vor Augen, dass Frieden und Sicherheit in Europa nicht selbstverständlich sind. Nun lässt auch noch Europas engster militärischer Verbündeter USA erkennen, dass ihm die Sicherheit des Kontinents nicht mehr so viel wie in der Vergangenheit bedeutet. Deshalb ist es richtig und notwendig, dass die Kommission einen klaren Fahrplan für mehr Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit vorlegt.

Europa muss Rüstungsgüter strategischer und gebündelter als bisher einkaufen, um in der Lage zu sein, hybride Bedrohungen, Cyberangriffe und konventionelle militärische Aggressionen entschlossen abzuwehren. Wir müssen schneller, effizienter und vereinter an Rüstungsprojekten arbeiten.

Wir unterstützen auch ausdrücklich die vorgeschlagene Erhöhung der Verteidigungsausgaben und die geplanten Projekte zur Stärkung der europäischen Verteidigungsindustrie.

Deutschland und Europa müssen ihre Abhängigkeiten reduzieren und sich selbst verteidigen können.

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Besuchergruppen

Lina-Hilger-Gymnasiums aus Bad Kreuznach
Westerwald-Verein
Landjugend Birkenfeld-Nahe
Gymnasiums an der Stadtmauer Bad Kreuznach
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