thumb petermaenchenZwölf Jahre als Bürgermeister für die Heimatstadt engagiert

Zwölf Jahre engagierte sich Ralf Seekatz als ehrenamtlicher Stadtbürgermeister in seiner Heimatstadt Westerburg. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung wurde das neue Mitglied des Europäischen Parlaments von der Stadt Westerburg jetzt mit dem „Petermännchen“ ausgezeichnet, welches neben der Ehrenbürgerschaft die höchste Auszeichnung der Stadt ist.

Die Figur des sagenumwobenen Schlossgeistes wurde während der Amtszeit von Ralf Seekatz zwei Mal an verdiente Bürger verliehen. Freuen konnten sich bisher der Verein der Freunde und Förderer der Liebfrauenkirche, der sich mit viel Engagement für den Erhalt der beliebten Wallfahrtskirche einsetzt, sowie Dieter Dünnes, der über viele Jahre Ratsmitglied und Beigeordneter der Stadt war, elf Jahre lang bei den Karnevalssitzungen in die Rolle des Petermännchens schlüpfte und sich in vielen Vereinen engagierte. Diesmal war der ehemalige Stadtchef derjenige, der im Mittelpunkt der Veranstaltung stand.

 

Zunächst hieß der Erste Beigeordnete Herbert Schmitz die Festgäste willkommen. Neben Familie und Freunden waren auch viele aktuelle und ehemalige Ratsmitglieder, Beigeordnete sowie der ehemalige Stadtbürgermeister Bernhard Nink der Einladung gefolgt.

Stadtbürgermeister Janick Pape ging in seiner Laudatio zunächst auf die Geschichte des Westerburger Schlossgeistes ein, bevor er die zahlreichen Verdienste ansprach, um die sich Ralf Seekatz für die Stadt Westerburg verdient gemacht hat. Die CDU-Fraktion hatte den Vorschlag für diese Auszeichnung unterbreitet, die dann vom Stadtrat einstimmig beschlossen wurde. Beschlossen wurde aber auch, dass diese Überreichung nicht im Rahmen der Verabschiedung des Stadtbürgermeisters stattfinden sollte, sondern einen eigenen Termin verdient habe.

Während der Amtszeit von Ralf Seekatz wurde der Ausbau der Innenstadt abgeschlossen und die Altstadtsanierung begonnen. Das städtische Rathaus wurde umgebaut und das Burgmannenhaus saniert. Die Dorfgemeinschaftshäuser in den Stadtteilen wurden saniert und der Abriss des Schwinngebäudes wie auch die anschließende Flächenvermarktung konnten umgesetzt werden. „Leider ist es Dir bei dem ganzen alten Gemäuer und den vielen Abrissarbeiten nicht gelungen, den ‚Siebten Hund‘ zu finden“, bedauerte Pape und fügte an „es hätte der städtischen Haushaltslage sicherlich weitergeholfen“. Positiv sei jedoch, dass die Stadt von erheblichen Windkrafteinnahmen profitiere und das Kasernengelände vermarktet werden konnte. Zudem wurden unter der Regie von Ralf Seekatz die Spielplätze aufgewertet, ebenso die Kommunale Kindertagesstätte.

Für viele dieser Projekte konnte er erhebliche Fördermittel realisieren. „Nicht, weil Du Deine Seele dem Teufel verschrieben hast - wie es von Ritter Peter in der Sage des Petermännchens erzählt wird - , sondern weil Du Dich in Deiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter über die Parteigrenzen hinweg für unsere Stadt stark gemacht hast und Deine überregionalen Kontakte zum Wohle Westerburgs eingesetzt hast“, hob Pape hervor.

Nach der Verleihung, in dessen Rahmen auch Ehefrau Christiane mit einem Blumenstrauß bedacht wurde, bedankte sich Ralf Seekatz herzlich für die Verleihung des „Petermännches“, dass einen Ehrenplatz finden werde. „Der Star ist die Mannschaft“, zitierte er Helmut Bäumer beim Empfang des Kulturpreises. So sei es auch in diesem Falle nicht sein alleiniger Verdienst. „Es gibt viele Menschen, denen die Ehrung ein Stück weit ebenfalls zusteht“, äußerte sich der 47-Jährige beim Blick in die Runde der Festgäste, die er zu seinen Wegbegleitern zählt. „Wenn alle Parteien im Stadtrat harmonisch zusammenarbeiten, dann freut sich auch das Petermännchen und sagt sich: „Die schaffen was für unsere Stadt!“, so Seekatz, der sich auch bei seiner Familie für die stetige Unterstützung bedankte. Für einen schönen musikalischen Rahmen sorgten die Westerburger Turmbläser. (Text und Foto: Ulrike Preis)

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Stellten sich nach der Verleihung des „Petermännchens“ zum Erinnerungsfoto auf: der Erste Stadtbeigeordnete Herbert Schmitz (von links), Christiane Seekatz, Ralf Seekatz MdEP und Stadtbürgermeister Janick Pape.